
Aktuelles
SARS-CoV-2 IgA- und IgG-Antikörper-Testung
Sehr geehrte Einsender,
ab sofort bietet das mvzlm Ruhr die Testung auf SARS-CoV-2 IgA- und IgG-Antikörper an. Hierfür steht uns ein CE-zertifizierter ELISA der Firma EUROIMMUN zur Verfügung. Dieser Test wurde unter anderem auch zur Untersuchung von Bewohnern im Kreis Heinsberg durch die Uniklinik Bonn eingesetzt. Als Probenmaterial wird Serum benötigt. Die Anforderung kann bei Bedarf über das ixserv-Formular Routine erfolgen. Hierfür muss die Analyse aber zuvor für das einsendende Krankenhaus oder die Praxis freigeschaltet werden.
Der Antikörpernachweis dient nicht zur Diagnose einer akuten SARS-CoV-2-Infektion! Hierfür ist weiterhin nur der Direktnachweis des Erregers mittels PCR geeignet. Die Serologie kann jedoch eingesetzt werden, um abzuklären, ob eine zurückliegende Infektion durch SARS-CoV-2 bedingt war oder nicht. Mit einem positiven Antikörpernachweis ist frühestens 7 bis 10 Tage nach Infektion zu rechnen. Zunächst kann diese Interpretation für asymptomatische Personen angewandt werden:
· IgG und IgA positiv bzw. nur IgG positiv: zurückliegende Infektion wahrscheinlich, Immunität wahrscheinlich
· IgA positiv: zurückliegende Infektion möglich, Immunität unklar
· IgG und IgA negativ: zurückliegende Infektion unwahrscheinlich, Immunität unwahrscheinlich
Mittlerweile liegen uns über 300 Messwerte für IgG- und IgA-Antikörper gegen SARS-CoV-2 von Personen aus Essen vor. Dabei konnte bei zirka 3% der Untersuchten IgG- und IgA-Antikörper nachgewiesen werden, darunter auch mindestens 5 Personen, die nachweislich COVID-19 erkrankt waren und auch eine positive PCR hatten. Sind also IgG und IgA positiv bzw. nur IgG positiv, ist eine zurückliegende COVID-19 Infektion wahrscheinlich. Auch eine – zumindest vorrübergehende - Immunität ist anzunehmen.
Der alleinige Nachweis von IgA-Antikörpern ist dagegen differenzierter zu betrachten. Von den bei uns untersuchten Personen waren zirka 4% nur im IgA positiv. Gerade beim IgA kann es aber durchaus auch zu Kreuzreaktivitäten mit anderen Corona-Viren kommen. Ob dadurch eventuell ein vorübergehender Schutz auch gegen SARS-CoV-2 besteht, wird aktuell diskutiert. Eine verlässliche Aussage kann hier momentan aber nicht getroffen werden.
Bei negativen Antikörpern ist eine länger zurückliegende Infektion dagegen unwahrscheinlich. Eine akute Infektion kann nur mittels PCR ausgeschlossen werden.
Aktuell ist keine Überweisung und Abrechnung für GKV-Patienten möglich. Eine Abrechnung kann nur auf Basis der GOÄ für Selbstzahler (IGeL) oder PKV-Patienten erfolgen (GOP 4400 mit 20,11 € als 1,15-facher Satz, somit 40,22 € für IgG und IgA). Auf Grund von Lieferengpässen kann es zu Verzögerungen in der Befundmitteilung kommen.
Bei Rückfragen steht Ihnen Dr. H. Stiegler unter der Rufnummer 0201 – 897 83011 zur Verfügung.
# Flatten the curve
Wir kümmern uns als medizinisches Labor um die Labordiagnostik für die Patienten in Essen und Umgebung.
Als Arbeitgeber tragen wir aber ebenso die Verantwortung für die Sicherheit und die Gesundheit unserer Mitarbeiter.
Wir alle haben das gemeinsame Ziel, das Infektionsrisiko für alle zu minimieren!
Unter dem Hashtag
# „Wir bleiben für euch hier. Bleibt bitte für uns daheim!“
Liebe Mitbürger, liebe Mitbürgerinnen,
erleichtern Sie uns und den anderen Menschen, die jetzt besonders in den Betrieben der Krankenversorgung und zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung gebraucht werden, die Arbeit und schützen Sie sich und uns, in dem Sie Rücksicht nehmen. Halten Sie Abstand und bleiben Sie möglichst daheim.

Weiterbildungslehrgang in Zusammenarbeit mit dem DIW-MTA e.V. vom 02. – 05. Dezember im mvzlm Ruhr für den Fachbereich Biomedizinische Analytik
Anfang Dezember haben wieder interessierte Mitarbeiter aus Laboratorien in der Umgebung aber auch aus ganz Deutschland bei uns in Essen an einer mehrtätigen Fortbildung teilgenommen. Diesmal haben 15 Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten im Rahmen ihrer Fachqualifikationen zum Spezialisten/Biomedizinischen Fachanalytiker in Klinischer Chemie & Pathobiochemie ihre Kenntnisse zu unterschiedlichen Themengebieten aktualisiert und erweitert.
Neben Herrn Dr. Wünsche, der als Referent aus unserem Partnerlabor MVZ Dr. Eberhard Partner Dortmund zu uns nach Essen angereist ist, brachten sich die Mitarbeiter des mvzlm Ruhr als Dozenten ein.
Die Themen Datenschutz und Informationssicherheit sorgten für einen regen Austausch zwischen den Teilnehmern und zeigten einmal mehr, wie wichtig es nicht nur für die Laboratorien ist, sich neben diagnostischen Fragestellungen und Prozessoptimierungen im Hinblick auf Wettbewerbsfähigkeit auch mit den Anforderungen im Bereich IT-Sicherheit, Kritisverordnung (KritisV) auseinanderzusetzen.
Wir danken allen Beteiligten für die gelungenen Beiträge zu dieser kurzweiligen Veranstaltung und freuen uns auf den kommenden März, wenn zu den Themen Endokrinologie, Hämostaseologie, Entzündungsparameter u.a.m. ins mvzlm Ruhr eingeladen wird.

32. Westdeutsches Laborleitertreffen in Bochum
Am vergangenen Freitag, 15.11.2019, fand die jährliche Jahrestagung der Westdeutschen Laborleiter in Bochum statt.
Mit fast 50 Teilnehmern war die nun schon seit einigen Jahren von Dr. Hugo Stiegler, mvzlm Ruhr, gemeinsam mit Dr. Uwe Cassens, ITLM Dortmund, organisierte Veranstaltung ein voller Erfolg. Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf Autoimmunerkrankungen. Hochkarätige Referenten, darunter Prof. Specker aus Essen, Prof. Wandinger vom UKSH und Prof. Niederau aus Oberhausen, berichteten über komplexe Krankheitsbilder wie Lupus erythematodes, autoimmune Enzephalitiden und autiommune Lebererkrankungen.

Wir sind Kritische Infrastruktur? Was ist zu tun?
Mit der neuen BSI-Kritisverordnung aus 2017 fällt das mvzlm Ruhr als Labordienstleister mit mehr als 1,5 Mio Aufträgen pro Jahr unter die Kritische Infrastruktur.
Kritische Infrastrukturen sind Einrichtungen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung es zu nachhaltigen Versorgungsengpässen kommen kann. Wir müssen als Betreiber einer solchen kritischen Infrastruktur nun gegenüber dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nachweisen, dass wir alle erforderlichen Vorsichts- und Sicherheitsmaßnahmen getroffen haben, damit es nicht zu einem Ausfall oder Störung mit Gefährdung der Patientenversorgung kommt. Dafür befindet sich das mvzlm Ruhr nun seit Sommer 2019 in einem einjährigen, sehr aufwändigen Auditierungsprozess.
Petra Möller, Kaufmännische Leitung des mvzlm Ruhr, hat in der vergangenen Woche bei dem jährlichen Anwendertreffen der OSM AG in Essen vor etwa 100 interessierten Laborkollegen über die praktische Umsetzung und die bisherigen Erfahrungen aus diesem Prozess berichtet. Neben Frau Möller ist Frau Svenja Bernecker im mvzlm Ruhr mit großen Engagement und zeitlichem Aufwand in diesem Großprojekt eingebunden.

Onkolauf im Essener Grugapark
Am zurückliegenden Samstag fand zum 17. Mal der Onkolauf im Essener Grugapark statt.
Eine willkommene Gelegenheit für unsere sportbegeisterten Mitarbeiter, gemeinsam mit den Kollegen der Contilia GmbH an der Veranstaltung teilzunehmen und sich für den karitativen Zweck zu engagieren.
Der herrliche Spätsommertag lockte zudem viele Besucher an, die die Läufer am Wegesrand anfeuerten und dazu beigetragen haben, dass das diesjährige Laufevent zu Gunsten der Krebsberatung wieder einmal ein voller Erfolg wurde.
Müde Beine schien es bei unseren Kollegen nicht zugeben, denn am gestrigen Montag leistete jeder der Läufer wieder vollen Einsatz im Dienst für eine gute Patientenversorgung in den Kliniken.
